Mit einem Matchpuck im Gepäck traten die Huskies am heutigen Sonntag zu Spiel 6 der Halbfinalserie bei den Bietigheim Steelers in der EgeTrans Arena an. In jedem Drittel waren beide Teams jeweils einmal erfolgreich. In der Verlängerung konnte Keck die Partie schließlich zu Gunsten der Schlittenhunde entscheiden.
Die Nordhessen kamen druckvoll aus der Kabine und konnten sich durch Abschlüsse von Garlent und Keck die ersten Chancen erarbeiten. Doch auch die Gastgeber nutzen immer wieder ihre Konterstärke und das schnelle Umschaltspiel, um Huskies Torwart Philip Maurer zu testen, der einmal mehr stark aufgelegt war. Besonders während des ersten Überzahlspiels der Steelers war der Keeper des ECK mehrfach gefordert und hielt die Huskies in Führung. In der 9. Minute gelang Kassel der Führungstreffer durch Tristan Keck. Der schnelle Stürmer war nach sehenswertem Stretchpass von Darren Mieszkowski auf und davon und überwand Olafr Schmidt im Alleingang. In der Folge erarbeiteten sich beide Teams ihre Chancen. Kassel ließ ein Powerplay ungenutzt. In der 18. Minute nutzen die Gastgeber dann eine Unachtsamkeit in der Kasseler Hintermannschaft und stellten über Topscorer Jack Dugan nach Rebound auf 1:1.
Zu Beginn des Mittelabschnittes ließen die Nordhessen ein weiteres Überzahlspiel ungenutzt. Chancen zum Führungstreffer gab es in Folge beim Spiel Fünf gegen Fünf hüben wie drüben, das Spiel wurde zusehends mit offenem Visier geführt. Die Steelers setzten in Druckphasen der Huskies immer wieder zu gefährlichen Kontern an. Maurer parierte gegen Preibisch und Eckl stark. Die Huskies kamen ihrerseits durch Benson und Daugavins zu guten Chancen. In der 31. Minute musste Marco Müller auf die Strafbank und Maurer rückte erneut in den Fokus. Gegen den Gegentreffer von Alex Dostie nach Zuspiel Brett Kemps war er allerdings machtlos. Die Steelers hatten das Spiel im Powerplay gedreht. Kassel fand schnell zurück in die Spur und erhöhten die Schlagzahl. Bei den Abschlüssen von Garlent aus dem Slot war Schmidt zur Stelle, Daugavins traf kurz darauf nur das Aussennetz. Doch der Kampf und die Beharrlichkeit zeichneten sich aus. In der 38. Minute besorgte Yannik Valenti nach Scheibeneroberung und Pass von Tim Bender den Ausgleich für den ECK. Die Gastgeber ließen sich von dem Gegentreffer nicht beeindrucken und erhöhten ihrerseits abermals den Druck. Kurz vor Drittelende ergab sich noch eine gute Kontergelegenheit über Kaspars Daugavins, der allerdings an Schmidt scheiterte.
Zu Beginn des Schlussdrittels waren die Huskies bemüht, das Spiel zu machen und ließen die Scheibe gut laufen. Mehrfach gelang es den Nordhessen, sich in der Angriffszone festzusetzen. Die ganz großen Chancen waren auf beiden Seiten bis zur 44. Minute nicht zu sehen. Dann schlug Dominic Turgeon zu. Nach Zuspiel von Tristan Keck hämmerte er den Puck zum 3:2 in die Maschen. Beide Teams kamen zu erneuten Powerplaysituationen, ließen diese aber ungenutzt. Die größten Chancen ergaben sich nach wie vor bei numerischer Gleichheit. In der 53. Minute hatte Reisnecker die große Chance zum erneuten Ausgleich für Bietigheim. Kassel hielt den energischen Angriffen der Hausherren stand und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit und großem Kampf, ließ in dieser heißen Phase wenig Chancen zu. Die Huskies kamen ihrerseits zu Konterchancen, Bode Wilde konnte in einer vielversprechenden Situation drei Minuten vor dem Ende allerdings nicht die Vorentscheidung herbeiführen. Stattdessen trafen die Hausherren gut zwei Minuten vor dem Abpfiff zum Ausgleich. Arne Uplegger verwertete ein Zuspiel von Eckl und überwand Maurer zum 3:3. Die Gastgeber hatten dann noch die große Chance zur Führung, aber Maurer hielt die Huskies mit Paraden gegen Kemp und Dostie im Spiel. So blieb es bis zum Abpfiff von Abschnitt 3 beim Unentschieden und die Partie ging in die Overtime.
Die ersten 10 Minuten der Nachspielzeit gehörten den Steelers. Einmal mehr rückte Maurer in den Fokus. Er hielt gegen Eckl aus spitzem Winkel genauso souverän wie bei den Großchancen von Kemp und Dugan. Nachdem die Schlittenhunde die Druckphase der Gastgeber überstanden hatten, gelang es ihnen, sich immer wieder im Angriffsdrittel festzusetzen. Garlent hatte die beste Chance für die Huskies. Olafr Schmidt vereitelte die Chance ebenso wie den verdeckten Schuss von Münzenberger. In der 76. Minute war es dann aber so weit. Tristan Keck verwertete in Baseballspieler-Manier einen Querschläger zum erlösenden 4:3 Siegtreffer und schoss die Huskies in das Finale der DEL2.
Die Kassel Huskies gratulieren den Bietigheim Steelers zu einer starken Saison und bedanken sich für die auf und neben dem Eis faire Serie.
Tore:
0:1 Keck (Mieszkowski – 11. Min.)
1:1 Dugan (Eckl, Schüle – 18. Min.)
2:1 Dostie (PP – Kemp – 33. Min.)
2:2 Valenti (Braun – 38. Min.)
2:3 Turgeon (Keck – 45. Min.)
3:3 Uplegger (Eckl – 58. Min.)
3:4 Keck (GWG – Valenti – 77. Min.)
Foto: JMD Photographie
Quelle: Kassel Huskies
