Es ist angerichtet!
Unsere Huskies bestreiten das DEL2-Finale gegen die Krefeld Pinguine! Wir freuen uns auf eine spannende, faire Serie um die Meisterschaft und um den Aufstieg in die Penny DEL, großartigen Fans auf beiden Seiten und großen Sport. Mit dem letzten SerienchECK der Saison könnt ihr euch auf die anstehende Best-Of-Seven Serie und unsere Gäste vorbereiten. Startschuss zum Finale ist morgen, um 19:30 Uhr zu Spiel 1 in der Krefelder Yayla Arena. Am Sonntag empfangen wir die Pinguine in unserem Zwinger.
Es ist das von vielen erhoffte Traumfinale um den Aufstieg. Erster gegen Zweiten, die beste Auswärtsmannschaft gegen das beste Heimteam (Danke Huskies Fans!). Beide Mannschaften sind aufstiegsberechtigt und wollen zurück in die Belletage des deutschen Eishockeys.
In der Hauptrunde schafften beide Teams jeweils einen Heim- und einen Auswärtssieg gegeneinander. Im direkten Vergleich steht es 6:5 Punkte für Krefeld. Die Pinguine konnten beim ersten Aufeinandertreffen in der Probonio Arena beim 4:5 n.V. einen Zähler erobern, die anderen Spiele endeten mit Siegen in der regulären Spielzeit. Das Torverhältnis liegt bei 12:10 zugunsten der Rheinländer. Die Spiele waren allesamt eng umkämpft und lieferten einen guten Vorgeschmack auf die kommenden Finalspiele.
Für die meisten Experten gehen die Pinguine als Favorit in die Serie. Mit einer beeindruckenden Hauptrundenbilanz zog der Klassenprimus in die Playoffs ein und „sweepte“ sich gegen Landshut und Regensburg in jeweils vier Spielen durch die Viertel-, bzw. Halbfinalserien. In den acht Playoff-Partien erzielte Krefeld starke 46 Tore und kassierte lediglich 16 Gegentreffer.
Die Offensive ist wie bereits in der Hauptrunde das Prunkstück der Pinguine. In den 52 Spielen schoss Krefeld 1884-mal auf das gegnerische Gehäuse. Das sind über 300 Schüsse mehr als die zweitplatzierten Huskies abfeuerten. Die 46 erzielten Playoff-Treffer sind auf 15 Akteure verteilt. Ganz oben im Topscorer-Ranking findet man die „üblichen Verdächtigen“ Mathew Santos (14 Punkte, 4 Tore) und Max Newton (11 P, 5T). Bester Torjäger ist Philip Gogulla mit sechs Treffern. Auch der zum Ende der Hauptrunde nachverpflichtete US-Center C.J. Suess (3 T) konnte genauso wie Routinier Jon Matsumoto (4 T) 11 Punkte beisteuern und überzeugte sofort.
Die Verteidigung der Popiesch-Truppe präsentierte sich sehr stabil und ließ pro Endrundenspiel im Schnitt lediglich 23 Schüsse zu. Zwei Gegentore pro Spiel sind von allen zehn (Pre-)Playoff-Teilnehmern der beste Wert. Top-Defender der Pinguine ist der zum zweiten Jahr in Folge zum besten Verteidiger der DEL2 gekürte Davis Vandane. Der Kanadier traf in der Endrunde einmal selbst und bereitete sechs Tore vor.
Im Tor kommt es zum Aufeinandertreffen zweier ehemaliger Kollegen. Philip Maurer bildete mit Pinguin-Torhüter Felix Bick zwei Jahre ein Gespann in Bad Nauheim. Beide absolvierten sämtliche aktuellen Playoff Spiele und überzeugten mit starken Leistungen. Der Krefelder Torhüter parierte 91,4% aller Schüsse und bestätigt die gute Form aus der Hauptrunde. Als Back-Up steht der im Januar nachverpflichtete Danny aus den Birken bereit.
Es gibt eine Disziplin, die bei beiden Teams als ausbaufähig eingestuft werden dürfte. Die Special Teams, vornehmlich das Überzahlspiel. Die Erfolgsquoten von 14,3% (Kassel) und 16,7% (Krefeld) sind die schwächsten Powerplay-Werte aller 10 Endrunden-Teams. Die Ergebnisse in Unterzahl sind im Teamvergleich durchschnittlich (Kassel 72,7%, Krefeld 75%), aber für die eigenen Ansprüche, und die von den Coaches meist angestrebten „mindestens 80 Prozent“ überstandener Penaltykilling-Situationen, keine guten Werte.
Der Weg ins Finale verlief für die Jungs vom Niederrhein reibungsloser als die zwei fordernden Serien, welche die Schlittenhunde gegen die Lausitzer Füchse und Bietigheim Steelers absolvierten. Welche Voraussetzungen im Finale einen Vor- oder Nachteil darstellen, wird von Verantwortlichen, Fans und Experten wohl noch in hundert Jahren diskutiert werden. Die Wahrheit über die Vor- und Nachteile längerer Erholungsphasen, steinigen Wegen, Umgang mit Rückschlägen, Selbstvertrauen durch Dominanz und zig weiteren Faktoren liegt wohl irgendwo in der Mitte und wird von den Spielern und Teams unterschiedlich empfunden. Wo sich allerdings alle einig sind: Eine Extra-Motivation benötigt jetzt niemand mehr. Und Entschuldigungen braucht es später auch keine. Was zählt ist JETZT!
Spiel 1 in der Krefelder Yayla Arena beginnt am morgigen Freitag um 19:30 Uhr. Die Partie kann wie gewohnt bei Sporteurope.TV verfolgt werden.
Wir freuen uns auf euren Support!
Foto: Christoph Jürgens / DEL2
Quelle: Kassel Huskies
